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Herz-Kreislauf-Training
ImageIn der Rehabilitationsklinik für Herzpatienten wird versucht, die eingeschränkte Leistung des Herzens nach einem Infarkt durch die abgestufte Aufnahme körperlicher Bewegung wieder kontinuierlich zu steigern. Für Frauen gilt gleichermaßen wie für Männer, dass nach einem Herzinfarkt und einer Herzoperation ein sportkardiologisch abgestimmtes Training positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem, die Skelettmuskulatur, den Stoffwechsel und die Blutbeschaffenheit hat. 

Das Herz-Kreislauftraining ist kein Leistungssport. Schon durch leichte Übungen für möglichst viele Muskelgruppen werden vermehrt Blutfette verbrannt. Wichtig ist, dass das körperliche Training regelmäßig durchgeführt wird. Wer auch nach dem Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik jeden zweiten Tag eine halbe bis eine Stunde weiter trainiert, erzielt einen optimalen Trainingseffekt mit einem sinnvollen Wechsel zwischen Aktivität und Entspannung.

Empfehlenswerte Sportarten sind Wandern, leichtes Joggen, Radfahren und Schwimmen. Vor Aufnahme eines körperlichen Trainings sollte zumindest ein Belastungs-EKG gemacht werden. Der Aufenthalt im Rehabilitationszentrum dauert mehrere Wochen. Es erfolgen weitere Herzuntersuchungen; die Behandlung mit Medikamenten wird fortgesetzt und es wird ein individuell abgestimmtes Rehabilitationsprogramm angesetzt. Der Patient lernt nun, wieder mit körperlichen Belastungen umzugehen und einem weiteren Herzinfarkt vorzubeugen - es ist auch wichtig, den eigenen Lebensstil im Zusammenhang mit der Krankheit zu überdenken. 
Heftiges Schnaufen beim Treppensteigen sowie schnelles Ermüden bei alltäglichen Belastungen sind erste Anzeichen dafür, dass das Herz-Kreislauf-System nicht mehr sehr belastbar ist. Doch es ist nicht schwer, die eigene Leistungsfähigkeit mit gezieltem Training wieder herzustellen und zu stabilisieren, damit den Risikofaktoren vorgebeugt werden kann.

(SY)