CK und CK-MB

Der Nachweis der Creatin-Kinase (CK) im Blut macht eine Diagnose des Herzinfarktes und anderer Herzmuskelschädigungen wahrscheinlich.

Kinasen sind Enzyme welche helfen, Phosphatgruppen an andere Moleküle zu binden.
Die Creatin - Kinase bindet Phosphate an Kreatin. CK-MB ist eine spezielles Isoenzym der CK:

  • M steht für Muscle (Muskel)
  • B für Brain (Gehirn).

Die Benennungen leiten sich ab von den Geweben, in denen man bestimmte CK- Typen findet. Synonym wird die Abkürzung CK-2 verwendet. Da die in den meisten Routinelabors verwendete Bestimmungsmethode aber nicht ideal ist, wird der CK-MB Nachweis heute oft durch Messen von cardialem Troponin (für Typ T oder I) ersetzt oder zumindest ergänzt.


CK-MB

Cardiales CK-MB ist ein Enzym (Biokatalysator), das besonders im Herzmuskel vorkommt. Es spielt eine Rolle bei der Energiegewinnung des Herzmuskels. Ist der Herzmuskel über längere Zeit vorgeschädigt, ist die CK-MB Konzentration im Herzmuskel besonders hoch. Man bestimmt CK-MB im Blut zur

  • Erfolgskontrolle der Herzinfarktbehandlung 
  • Abschätzung des Risikos und des Krankheitsverlaufs von Patienten mit instabiler Angina Pectoris (Herzenge)

Für die Beurteilung und Aussagekraft des CK-MB - Wertes ist die im Labor angewandte Methode maßgebend. Zum einen gibt die CK-MB Masse Aufschluss über die exakte Menge an vorhandenem CK-MB im Blut. Sie liefert gute Ergebnisse, ist labortechnisch aber aufwändiger. Hingegen misst man mit der CK-MB Aktivität die CK-Restaktivität nach Blockierung der Muskelaktivität im Herzen. Dabei ist zu beachten, dass diese Methode weit unzuverlässiger für die Beurteilung eines Herzmuskelschadens ist. (EK)