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Diagnostik

Ein Herzinfarkt kann den Leidtragenden jederzeit vollkommen überraschend treffen: im Schlaf, unter leichter Anstrengung oder auch beim aktiven Joggen.
Setzen die typischen Symptome ein, ist eine rasche und präzise Diagnose erforderlich, denn die Verengung der Arterien führt zu Sauerstoffmangel in den Zellen und schließlich zum Zelluntergang (sog. Nekrose). Je mehr Zellen sterben, desto wahrscheinlicher werden Langzeitfolgeschäden und schließlich der Tod des Patienten.

Die Diagnose erfolgt anhand von bestimmten von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgegebenen Kriterien. Ein Herzinfarkt liegt wenn 2 (wahrscheinliche) oder 3 (definitive) der folgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Ein auf eine Ischämie (Sauerstoffmangel) beruhender und mindestens 20 Minuten andauernder Brustschmerz
  • Veränderungen der EKG Verläufe
  • der Anstieg und Rückgang bestimmter Herzenzyme und -proteine (Biomarker)

Problematisch daran ist allerdings, dass rund 30% der Herzinfarktfälle keine lang anhaltenden Brustschmerzen haben (hier spricht man auch von "stummen" Infarkt). Außerdem haben weniger als 20% der Patienten, die mit Brustschmerzen in die Klinik eingeliefert werden tatsächlich einen Herzinfarkt.
Das EKG hat ebenfalls nur bedingte Aussagekraft. Typische EKG Signale für einen Infrakt treten nur bei gut der Hälfte der Patienten auf. Eine zusätzliche Diagnose durch kardiale Biomarker ist daher bei der Mehrzahl der Patienten notwendig!

Die Diagnostik beinhaltet neben der Aufnahme der Symptomatik, dem EKG und der Messung von kardialen Biomarkern außerdem  die Katheteruntersuchung , die gleichzeitig eine therapeutische Maßnahme sein kann.  (EK)