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Das Herz
TP31

Zunächst ein paar Fakten:

Das menschliche Herz schlägt im Ruhezustand rund 70 Mal pro Minute und pumpt dabei circa fünf Liter Blut durch den Körper.
Das tut es unentwegt – Tag und Nacht. Je nach Aktivität ändert sich die Leistung; unter Belastung schlägt es bis zu 180 Mal pro Minute und befördert bis zu 25 Liter Blut. Für ein ganzes Leben bedeutet dies eine Menge von rund 180.000.000 Liter Blut, die vom Herzen durch den Körper geschleust werden und dabei sämtliche Organe mit Blut versorgen.

Das Herz ist das wichtigste Organ und wird bereits innerhalb der ersten drei Wochen im embryonalen Stadium entwickelt.

Die Funktion des Herzens ist vergleichbar mit der einer Pumpe, doch das System ist komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint, denn das Herz bedient zweierlei Kreisläufe. Dabei gibt es den kleinen Kreislauf, der von der rechten Herzhälfte ausgehend sauerstoffarmes Blut durch den Kreislauf der Lunge pumpt. Das sauerstoffreiche Blut fließt zurück in die linke Herzhälfte, von wo aus das Blut im so genannten großen Kreislauf durch alle Organe des Körpers befördert wird und diese mit Sauerstoff versorgt.

Diese zwei Pumpsysteme sind notwendig, da im Körperkreislauf andere Druckverhältnisse herrschen als in der Lunge.
Beide Herzhälften bestehen jeweils aus zwei Kammern, welche durch die Herzscheidewand voneinander getrennt sind. Die erste Kammer (der Vorhof) saugt das Blut an, die zweite (die eigentliche Kammer) stößt das Blut aus. In den Vorhöfen wird das Blut gesammelt und dann von der dahinter liegenden Kammer in den Kreislauf gepresst; ein ständiger Wechsel von Anspannung (Systole) und Entspannung (Diastole) findet statt.

Für die genaue Verteilung des Blutes im Körper sorgen die Herzklappen, die wie Rückschlagventile funktionieren. Dabei unterscheidet man zwischen Segel- und Taschenklappen (Trikuspidalklappe und Pulmonalklappe ).
Die Segelklappen befinden sich zwischen Vorhof und Kammer und werden während der Systole aneinandergedrückt, so dass sie die Kammer zum Vorhof hin verschließen und somit kein Blut zurückfließen kann. Ebenso öffnen sich die Taschenklappen am Kammerausgang und werden nach dem Ausstoßen des Blutes automatisch vom Gewicht des zurückströmenden Blutes geschlossen. Demzufolge kann das Blut während der Diastole nicht ins Herz zurückfließen. Die Herzklappen erzeugen jene Schwingungen, die man am Brustkorb als Herztöne wahrnehmen kann.

Innerhalb des Brustkorbs ist dieses Konstrukt von dem so genannten Herzbeutel geschützt. Dieser ist mit einer Flüssigkeit gefüllt und verhindert so Reibungen, die bei den unentwegten Bewegungen des Herzens sonst entstehen könnten. (EK)