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Kammerflimmern

Kammerflimmern ist eine extreme Beschleunigung des Herzschlags und stellt eine Besonderheit der Herzrhythmusstörung dar. Durch unkoordinierte Zuckungen des Herzmuskels wird Blut nur noch vermindert durch den Körper gepumpt. Das Kammerflimmern  ist nicht selten die Hauptursache für einen plötzlichen Herztod, weil sich im Herz gebildete Blutgerinsel plötzlich lösen und dann ggf. die Herzkranzgefäße verstopfen.

Ursachen

Oft tritt Kammerflimmern im Zusammenhang mit Komplikationen bei einem Herzinfarkt auf. Aber auch andere Herzmuskelerkrankungen oder Herzklappenfehler können Kammerflimmern hervorrufen.

Symptome

Durch ineffektive Herzarbeit wird der Betroffene unter Umständen sogar bewusstlos. Es kommt zu einem Herz-Kreislauf-Versagen mit Atem- und Herzstillstand. Der Patient ist nicht ansprechbar und reagiert nicht auf Schmerzreize. Die Pupillen sind geweitet und starr. Ohne sofortige Behandlung kommt es zum plötzlichen Herztod.

Diagnostik

Patienten mit Kammerflimmern sind durch pulslose Bewusstlosigkeit gekennzeichnet. Zur Diagnostik ist ein Elektrokardiogramm (EKG) erforderlich. Man spricht dabei, in Abhängigkeit von der Frequenz der im EKG messbaren Erregungen, von Kammerflattern (250-300 Erregungen/Minute) oder sogar Kammerflimmern (über 300 Erregungen/Minute), wobei die EKG-Linien beim Kammerflattern aussehen wie Haarnadeln und beim Kammerflimmern wie kleinere und größere ungeordnete Wellen.

Therapie

Die effektivste Sofortmaßnahme bei Kammerflimmern ist die Defibrillation. Bis ein Notarzt zur Stelle ist muss Erste Hilfe in Form von Herzdruckmassage und Beatmung geleistet werden, um die Sauerstoffversorgung aufrecht zu erhalten. Es gilt hier, äußerst schnell zu handeln; Kammerflimmern kann innerhalb weniger Minuten zum Tod führen.